Kulturarbeit ist Arbeit. Und verdient faire Entlohnung.

Eine Kampagne der IG Kultur und der Landesorganisationen für mehr Fairness in der Förderpolitik.

Gehaltsschema und Honorarrichtlinien

Die IG Kultur hat ein Gehaltsschema und Honorarrichtlinien entwickelt, die eine Orientierung für faire Bezahlung je nach Tätigkeit im Kunst- und Kulturbereich bieten.

Aufstockung des Kulturbudgets

Damit dies auch für alle umsetzbar ist und nicht einfach der selbe Kuchen in weniger Stücke aufgeteilt wird, braucht es eine Aufstockung des Kulturbudgets. Zumindest 1% des BIP sollten machbar sein.

Verbindliche Umsetzung

Fair Pay ist machbar. Das zeigen zahlreiche Beispiele. Eine Berücksichtigung des Fair Pay Schemas bei Fördervergaben auf breiter Basis ist nötig, um gerechte Entlohnung im Kunst- und Kulturbereich umzusetzen.

Kulturarbeiter*innen und Künstler*innen leisten wertvolle Arbeit, die in den meisten Fällen schlecht bezahlt ist. In Österreich gibt es keinen Mindestlohn und für viele Tätigkeiten im Bereich der Kultur gibt es auch keine kollektivvertraglichen Regelungen. Für Jobs, die weder von einem Kollektivvertrag oder Mindestlohntarif abgedeckt werden, gibt es kein definiertes Mindestgehalt. Dadurch ist es möglich in prekärsten Verhältnissen Kulturarbeit zu leisten.


Angetrieben wird das Lohndumping von einer verfestigten unfairen Förderstruktur von Bund, Land und Städten. Wenn beantragte Subventionen nur zu einem Bruchteil genehmigt werden, müssen Honorare und Gehälter angepasst werden. Auch wenn dann ein Stundenlohn von 5€ und weniger erwirtschaftet wird.

Ziel der Fair Pay Kampagne ist es die Budgets in den Förderabteilungen so weit zu erhöhen, dass Subventionen an den Bedarf angepasst werden können. Erst wenn alle Fördergeber*innen den Antragssummen folgen, können im Kulturbereich Honorare und Gehälter an die Empfehlungen der einzelnen Interessenvertretungen angepasst werden. Im Laufe der Kampagne ist es wichtig, keine Abhängigkeiten zwischen einzelnen Förderebenen zu dulden. Wenn Bund, Land und Stadt/Gemeinde ihre Subventionen den Antragssummen anpassen so kann dies schrittweise und unabhängig voneinander geschehen. Wir fordern von jeder Förderebene den Förderanteil entsprechend der bisherigen Verteilung der Subventionen anzupassen. Dies führt zwar zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten – je nachdem wie rasch die jeweiligen Bundesländer bereit sind faire Fördervereinbarungen zu schließen – aber es führt auch rascher zu Teilerfolgen. 


Selbst wenn eine Kulturinitiative 2022 nur von einer Förderstelle eine Erhöhung erhält, stellt dies bereits eine Verbesserung der bisherigen Situation dar. Das Land Salzburg hat als erstes Bundesland Förderungen auf Fair Pay umgestellt. Der Bund, hat ein Budget von 6,5 Mio zur Aufstockung für Fair Pay reserviert. Die IGs in den Bundesländern leisten unermüdliche Überzeugungsarbeit in den jeweiligen Kulturabteilungen. 

Alle Forderungen, findet Ihr im Fair Pay Manifest.

Auch ihr könnt unsere Kampagne unterstützen, indem ihr Fair Pay mehr Sichtbarkeit verleiht.

Die IG Kultur bietet:

· Gehaltsschema für Angestellte und Honorarrichtlinien für Freiberufliche

· Politisches Lobbying zur Schaffung der geeigneten Rahmenbedingungen und einer Verbesserung der sozialen Lage.

Die Kampagne braucht die KulturaktivistInnen aus ganz Österreich um sich Gehör zu verschaffen. Unabhängig davon, ob jemand hauptamtlich tätig ist, oder (bewusst oder unbewusst) freiwillig tätig ist. Die Argumentation über die faire Bezahlung ist eine neues Vehikel um für alle KulturaktivistInnen höhere Kulturbudgets verhandeln zu können und Kultur als Zukunftssache zu etablieren.

Ihr könnt die Kampagne auf verschiedenste Arten und Weisen unterstützen:

Ihr könnt Grafiken und Links auf euren Websites platzieren!

Ihr könnt uns Inseratenplätze in euren Printmedien zur Verfügung stellen!

Ihr könnt die Infos über Social Networks streuen!

Ihr könnt allen von der Kampagne erzählen!

Infos und Materialien

Analysen, Stimmen, Good Practice und Arbeitsmaterialien.

Fair Pay Rechner

Die KUPF OÖ stellt ein Rechentool zur Verfügung, damit DienstgeberInnen im Kulturbereich einfach berechnen können, wie hoch die zusätzlichen Kosten für eine Bezahlung nach Fair Pay ausfallen würden.  Zum Fair Pay Rechner

Vom Winde fairpayed

Die schwarz-grüne Koalition im Bund hat erstmals gerechte Bezahlung für Kulturtätige in ihr Regierungsprogramm aufgenommen. Seither wurde oft beteuert, dass „Fair Pay“ bald umgesetzt sein wird. Doch der Weg ist steinig. Von Thomas Diesenreiter. Seit Weiterlesen…

Fair Pay für Kultur

Eine Kampagne der IG Kultur und der Landesorganisationen

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